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Die KPM Welt

KPM Gegenwart & Zukunft …

Anlässlich des 225-jährigen Bestehens der Berliner Porzellan- Manufaktur fand 1988 die Rückbenennung in Königliche Porzellan-Manufaktur statt.
Anfang der 90er Jahre konnte die KPM den renommierten Designer Enzo Mari aus Mailand für ein gemeinsames Projekt mit der KPM Werkstatt gewinnen. So entstanden aus der Zusammenarbeit 1994 eine Vasenkollektion, und 1996 die Serviceform Berlin, welche 1998 mit dem Design – Award ausgezeichnet wurde. Die Klarheit der Form wird betont durch die Dekoration; entweder mit einem Schriftdekor oder einer an Aquarelltechnik erinnernden Blumenmalerei.
Von 1998 – 2003 wurden die Gebäude der Manufaktur unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten saniert und die Produktionstechnologie nach modernsten Maßstäben
erneuert. Im Dezember 2004 wurde die KPM privatisiert, seit Februar 2006 ist der Berliner Privatbankier Jörg Woltmann Alleingesellschafter des traditionsreichen Unternehmens.
Die Geschäftsführung hat Rechtsanwalt Dr. Winfried Vogler inne. Mitten im Zentrum der Hauptstadt befindet sich an exponierter Stelle unweit des Brandenburger Tores der älteste noch produzierende Handwerksbetrieb in Berlin, die Königliche Porzellan-Manufaktur. Zielsetzung der Manufaktur ist die Wahrung der Tradition, und eingebettet in diese Beständigkeit auch ein in die Zukunft gerichtetes Streben, modernes Design mit traditionellem Handwerk zu verbinden.
Am 11.11.2006 wurde in der historischen Ringofenhalle, die von den Architekten Gerkan, Marg und Partner saniert wurde, die neu gestaltete Manufaktur- Verkaufsgalerie eröffnet.
Im September 2007 präsentiert sich die KPM in der „Welt des Porzellans“. Hier wird die große Tradition der Königlichen Porzellan- Manufaktur in Berlin mit seiner Geschichte, dem aufwändigen Herstellungsprozess der Manufakturporzellane, seiner kunstvollen Malereidekore und den von Hand gravierten Vergoldungen für Kunden und interessierte Besucher erlebbar gemacht

Die KPM Welt

Der Besucher wird durch einen Teil des Gebäudekomplexes geführt und gewinnt dabei
anhand kostbarer Schaustücke einen Überblick über die Geschichte des Berliner Porzellans. Zugleich mit dem Herstellungsprozess werden ihm die Bedeutung und die Qualitätsmerkmale künstlerisch-handwerklichen Schaffens auf höchstem Niveau vermittelt, eine auf langer Tradition beruhende Kompetenz und Meisterschaft.
Diesen Qualitätsmerkmalen begegnet er in den Porzellanen wieder, die heute in den der Ausstellung benachbarten Räumen gefertigt werden.

Die Stationen des Rundgangs

Zu Beginn des Rundgangs begegnet dem Besucher die Geschichte des Blauen Zepters, des Markenzeichens der Königlichen Porzellan-Manufaktur. Als Vorbild für die
Kuppel über dem „Zepterraum“ dient der Sternenhimmel, den Karl Friedrich Schinkel für das Bühnenbild von Mozarts Zauberflöte entworfen hatte.

Mit königlichem Geist

Nach einer Auswahl aus der Anfangsphase der Berliner Manufaktur (unter Wegely und Gotzkowsky) stehen Teile aus Tafelservicen im Mittelpunkt, die Friedrich der Große für seine Schlösser fertigen ließ. In den Vitrinen trifft man auf Hauptzeugnisse sowohl in der Formgebung wie auf dem Gebiet der Ornamentik, hier vor allem der Goldgravur, sowie der Blumen- und Vedutenmalerei.
Hierdurch etablierte sich die KPM an der Spitze der europäischen Porzellanherstellung. Dem Historismus im späten 19. Jahrhundert verdankt das Berliner Porzellan raffinierte Dekore, zukunftsweisende Techniken auf dem Gebiet der Glasur und nicht zuletzt die Weichmalerei mit ihrer atmosphärischen Erfassung von Blumen und Landschaften.

Aus der Fülle der im KPM-Archiv erhaltenen Beispiele zur Moderne, vom Jugendstil bis zur Gegenwart, lässt sich nur ein Ausschnitt zeigen. Die Manufaktur öffnete sich im 20. Jahrhundert wie keine andere neuesten künstlerischen Tendenzen und brachte Porzellane hervor, die zeitlos wirken und ihrer Eleganz in keiner Weise hinter den Beispielen aus älterer Zeit zurückstehen. Visualisierung künstlerischen Handwerks. Ein

Kernstück der Ausstellung ist die historische Ringkammerofenhalle mit der in ihr aufwändig gestalteten Präsentation. In den Ofenkammern wird dem Besucher die Qualität des Porzellans, insbesondere der Entstehungsprozess charakteristischer Gegenstände, nahe gebracht. An anderer Stelle wird ausführlich zum einen auf den künstlerischen Entwurf, ausgehend von der Linie bis hin zum konvex-konkaven Modell einer durch Licht und Schatten spannungsvoll modellierten Gefäßform, zum anderen auf den Facettenreichtum der Porzellanmalerei und der ihr zugrunde liegenden Studien und Vorlagen eingegangen.

 

Besuch in der „Schatzkammer“ der Manufaktur

 

Der weitere Rundgang führt ein Stück in den inneren Bereich der Manufaktur und gestattet einen Blick in das Modellarchiv. Dem Besucher bestätigt sich die ihm schon zuvor vermittelte Ahnung einer fast unermesslichen Vielzahl vorhandener Formen – ein Reichtum an Form gewordenen Gestaltungsideen, die sich hier im Laufe von rund zweieinhalb Jahrhunderten angesammelt haben. Praktische Vorführungen an Schauarbeitsplätzen Richtete sich in der Ringkammerofenhalle das Interesse vor allem auf das ästhetische Erscheinungsbild des Porzellangegenstandes im Verlauf seiner Genese, so kann man im Folgenden in einer Arbeitsstätte, in die der Besucher vom Modellkeller aus gelangt, dem Handwerker und Künstler bei seiner Tätigkeit, beim Drehen, Garnieren oder Bemalen, über die Schulter blicken.

Königlicher Glanz und festliche Tafel

 

In dem festlich wirkenden Boccherini-Saal wird der Besucher in die Zeit der großen königlichen Tafelgeschirre zurückversetzt. In ihm ist eine große Tafel mit einem kostbar gestalteten Service aus dem späten 19. Jahr-hundert gedeckt: man wird gewahr, welche Schönheit luxuriöse Repräsentation einst hervorzubringen wusste – eine Schönheit, die zum Genuss einlädt und in Schlössern und Museen heute für jedermann zugänglich ist.
Der die Ausstellung beschließende Raum zum Thema Modern Living lässt die gegenüber vergangenen Zeiten keineswegs geringere Bedeutung des Porzellans in heutigem Gebrauch sichtbar werden. Damit ist eine Brücke zur Manufaktur-Verkaufsgalerie der KPM geschlagen, die man nach dem Erlebnis der Ausstellung womöglich mit anderen Augen betritt – vielleicht auch mit dem Wunsch, den genussvollen, sinnlichen Umgang mit Porzellan gleichfalls im eigenen, individuellen Lebensbereich zu erfahren.
Die KPM Welt sieht ihr Ziel darin, Kontaktstelle und Forum für die Liebhaber des Berliner Porzellans zu sein.
Nach dem Rundgang bietet das neue KPM Café den Gästen einen genussvollen Ausklang der Reise durch die Welt des königlichen Porzellans. Mit Blick auf die KPM Welt kann das Erlebte beim Genuss kleiner Gaumenfreuden – selbstverständlich serviert auf königlichem Porzellan (Service URBINO) – Revue passieren

Mit königlichem Geist

Es war die Begeisterung für das weiße Gold, die Friedrich den Großen zum Begründer der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin werden ließ. Voller Stolz gab er der Manufaktur 1763 den Namen und das Markenzeichen: Das königsblaue Zepter. Seit nunmehr 243 Jahren ist es das königliche Siegel für zeitloses und stilprägendes Porzellan aus Berlin. In der Rückbesinnung auf die königliche Tradition der Manufaktur
manifestiert sich das souveräne Selbstverständnis der KPM künftig wieder in ihrem ursprünglichen Namen: Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin.
Die Botschaft des Markennamens reicht vom hoheitsvollen Anspruch und der königliche Historie bis zum Bekenntnis für ein ästhetisch faszinierendes Produkt (Weißes Gold) und das gewachsene Kunsthandwerk einer Manufaktur. Seit ihrer Gründung fest in Berlin verwurzelt, wurde die KPM zum kulturellen Symbol einer weltoffenen, dynamischen Metropole im Herzen Europas. Auch das Markenzeichen der Manufaktur – das königsblaue Zepter – wird die Botschaft des historischen Erbes und des kunstvollen Handwerks wieder deutlicher akzentuiert in die Welt hinaus tragen.
Das fein ausgearbeitete Symbol königlicher Macht und Würde präsentiert sich in feinsinniger Fragilität wie der anmutig glänzende Scherben. Der in phantasievoller Leichtigkeit ausgeführte Pinselstrich ist Ausdruck des künstlerischen Potentials und der ästhetischen Kreativität der Manufaktur. Gekrönt wird das Zepter von einer stilisierten Lilie, einem der ältesten königlichen Sinnbilder für Reinheit, Stärke und Lebenskraft. Mit königlichem Geist KPM Welt und KPM Cafe´

 

Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin GmbH

Wegelystrasse 1
10623 Berlin
Tel. 0 30 / 39 00 91 88
Öffnungszeiten:
Montag bis Samstag
10 – 18 Uhr

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Die Autorin ist seit 10 Jahren im Auftrag für gutes Essen und Trinken unterwegs.