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Meisterliches für Berlin

Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Dieter Großklaus, Jahrgang 1930, geboren in Mühlhausen/Thüringen. Schulung im Fleischerhandwerk, Studium der Veterinärmedizin in Berlin, Promotion zum Dr. med. vet. mit einer Arbeit zur pränatalen Geschlechtsbestimmung bei Mensch und Rind. 1985 bis 1993 Präsident des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes. Langjähriger Präsident der Weltvereinigung der Lebensmittelhygieniker. Bevollmächtigter der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft bei den Qualitätsprüfungen für Fleischerzeugnisse. 1996 bis 2008 Bailli Berlin-Brandenburg der Confrérie de la Chaîne des Rôtisseurs Paris, jetzt Ehrenbailli.
Als Juryvorsitzender Berliner Meisterköche bei Berlin Partner seit 1997 sagt er: „Daran, dass Berlin in den vergangenen zwei Jahrzehnten ein Küchenwunder widerfahren ist, hat die Initiative „Berliner Meisterköche“ einen erheblichen Anteil.“

Berliner Meisterkoch 2008

Ehre, wem Ehre gebührt. In diesem Fall gebührt sie – ich benutze mal die spröde Formulierung – fünf gastronomischen Fachkräften Ihre Kenntnisse und ihr Können veranlassten eine Jury, wie sie in Berlin kompetenter sicher nicht sein kann, diesen fünf einen Meistertitel zu verleihen. Garçon gratuliert allen, die nun ein Jahr lang diese Würde tragen.
Zum 12. Mal wurde ein „Berliner Meisterkoch“ gekürt, der Titel „Aufsteiger des Jahres“ wurde zum achten Mal vergeben und die Ehrungen „Maître des Jahres“, „Sommelier des Jahres“ und „Brandenburger Meisterkoch“ zum sechsten Mal.

Der damalige Partner-für-Berlin-Geschäftsführer Volker Hassemer hatte 1997 die Idee zu dieser Aktion, den Vorsitz der Jury übernahm Prof. Dr. Dr. h. c. Dieter Großklaus, Mitglieder waren Restauranttester und Funktionäre verschiedener Verbände. Sie kürten das Gros der aktuellen Sterneköche, im Jahr darauf den Rest.
Inzwischen hat sich die Zusammensetzung der Jury erheblich verändert. Das 14-köpfige Gremium wurde jünger, weiblicher und offenbar auch streitbarer. Sogar die Gleichung Sternekoch = Meisterkoch wurde 2008 außer Kraft gesetzt.

Die Wahl des Berliner Meisterkochs und des Berliner Aufsteigers 2008 fiel in diesem Jahr auf zwei junge Leute, 31 und 39 Jahre alt, die noch am Anfang ihrer Küchenkarriere stehen, noch nicht zur Kaviarliga gehören und sich die vielzitierten Sterne erst vom Himmel holen müssen. Allerdings: Stefan Hartmann, Berliner Meisterkoch 2008, ist schon ein gutes Stück auf der dazu nötigen Leiter geklettert, kaum weniger Sonja Frühsammer, die Aufsteigerin des Jahres 2008.
Ich habe mich in den vergangenen Monaten einige Male mit Freunden im Hartmanns und in Frühsammers Restaurant getroffen und erstklassig gespeist. Vor allem war es die ungekünstelte, schnörkellose Art, mit den Rohprodukten umzugehen, die offenbar nicht nur mich beeindruckte. Immer brummten beide Restaurants, als gäbe es etwas zum halben Preis. Kochen mit dem Zeitgeist – möglicherweise ist das die Formel für den Erfolg.
Vor ein paar Tagen habe ich in Kreuzberg mal im Gästebuch des Berliner

Meisterkochs 2008 geblättert. „So lecker und so locker“, las ich da – jemand hatte das auf den Punkt gebracht, was das Hartmanns ebenso auszeichnet wie Frühsammers Restaurant. Die Unterschrift war nicht ganz so gut lesbar wie der Text, aber ich glaube, es war die von Klaus Wowereit.

René Gurka, Geschäftsführer der Berlin Partner GmbH:
“Die Berliner Restaurants, Hotels, Cafés und Clubs sind in ihrer Vielfalt, Originalität und Qualität ein Standortfaktor, um den wir zu Recht beneidet werden. Mit den Berliner Meisterköchen zeichnen wir jene aus, die als Talente für die gastronomische Zukunft Berlins stehen. Um Innovationskraft der Branche zu würdigen ehrt Berlin Partner in diesem Jahr zum ersten Mal einen Preisträger in der Kategorie „Gastronomischer Innovator“.

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Die Autorin ist seit 10 Jahren im Auftrag für gutes Essen und Trinken unterwegs.