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Frank Zander

Notte delle Stelle 2010 – Impression einer grossen Gala

Er schrieb das Drehbuch für die Gala, leitet deren Produktion und führt Regie – Massimo Mannozzi, 69, ein soignierter Herr, kurzes graues Haar, ebensolcher Bart, gepflegte Hände, die ständig etwas zu tun suchen. Der Anzug, sicher nicht von der Stange und wenn, dann von einer teuren. Am Revers eine winzige Ordensspange, die ihn als „Cavaliere della Repubblica“ ausweist. Neben der höchsten Auszeichnung seiner Heimat erhielt Mannozzi auch die höchste Auszeichnung seiner Wahlheimat.

2002 wurde ihm, dem Italiener in Deutschland, das Bundesverdienstkreuz verliehen. Auch diese Ehrung bekommt man nicht allein für gastronomisches, sondern zu allererst für gesellschaftliches Engagement. Mannozzi macht seit Jahren mit deutsch-italienischen Projekten von sich reden. Das bekannteste ist wohl der „Premio Bacco“, der Preis der italienischen Filmjournalisten, der seit 1992 während der Berlinale auf der Notte delle Stelle, der Nacht der Stars, verliehen wird – in diesem Jahr bereits zum 18. Mal.

Die Liste der Preisträger der vergangenen Jahre…

…liest sich wie das Who is who des internationalen Films: Lucia Alberti, Claudia Cardinale, Sophia Loren, Ornella Muti, Franka Potente, Mario Adorf, Bruno Ganz, Giancarlo Giannini, Aurelio Malfa, Armin Müller-Stahl, Til Schweiger, Wolfgang Stumph.

Die Frage, weshalb er angesichts der Wirtschafts- und Finanzkrise keine Denkpause einlegt und die Party ausfallen lässt,  beantwortet Mannozzi knapp und mit einem vielsagenden Lächeln: „Weil wir Italiener krisenerprobt sind!“ Nein, Mannozzi hat schon viele Stürme überstanden, die Notte delle Stelle lässt er sich nicht nehmen, auch nicht in schweren Zeiten. Der Stolz darauf ist ihm ins Gesicht geschrieben.

Mehr noch. Was einst mit 35 Gästen in Mannozzis Restaurant Bacco in der Marburger Straße begann, zwei Jahre später mit 350 Gästen ins benachbarte Steigenberger zog, feierte 2010 zum ersten Mal im ballerprobten Maritim Hotel in der Stauffenbergstraße. Mit 600 Gästen war der Ball doppelt so groß wie in den Jahren zuvor und „dreimal so erfolgreich“, wie Mannozzi erklärte.

Trotz der neuen Dimension blieb die Atmosphäre herzlich, das Menü von Starkoch Renzo Pasolini und seinen Mannen lecker und der Ablauf liebenswert-chaotisch. Hinzu kam das Caritative: der Erlös der Notte-delle-Stelle-Tombola ging an krebskranke Kinder. Zusätzlich überreichte die Immobilienunternehmerin und Ball-Sponsorin Karen Geiling für die Tagesspiegel-Spendenaktion „Menschen helfen“ einen Scheck in Höhe von 3000 Euro.

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Die Autorin ist seit 10 Jahren im Auftrag für gutes Essen und Trinken unterwegs.