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Von Chardonnay bis Spätburgunder

Wer das Glück hat in der Nähe von Weinbergen zu wohnen, wird oft einen Spaziergang dorthin genießen. Er blickt über die Weinhänge und hat als Laie doch keine Ahnung davon, was er da eigentlich sieht. Denn wer weiß schon, dass es tatsächlich allein in Deutschland rund 140 Rebsorten gibt? Immerhin stehen dafür rund 100 000 Hektar Land zur Verfügung.

Von den vielen verschiedenen Rebsorten sind allerdings nur rund zwanzig wichtig für den Handel. Für den Rotweintrinker sind Spätburgunder und Dornfelder von Bedeutung. Bei den Weißweinen sind es Riesling und Müller-Thurgau. Reine Weißweingebiete findet man in Deutschland an Mosel, Saar und Ruwer. Die Rotweingebiete sind in Württemberg und Baden zu Hause.

Wer seinen Wein online bestellen möchte, will natürlich wissen, was er kauft. Deshalb die wichtigsten Rebsorten im Überblick:

Einige weiße Rebsorten

Elbling: Sie ist vermutlich die älteste Rebsorte in Mitteleuropa und wurde wahrscheinlich schon von den Römern kultiviert. Riesling und Silvaner verdrängten diese Sorte ab dem 17. Jahrhundert. Guter Grundwein für Sekt und wird deshalb für die Sektherstellung gebraucht.

Bacchus: Wie der Name schon sagt, steht der Weingott Bacchus dafür Pate. Diese Rebsorte ist eine Kreuzung von Silvaner, Riesling und Müller-Thurgau. In guten Weinjahren besticht die Sorte mit einem kräftigen, fruchtigen Geschmack und geringer Säure.

Chardonnay: Diese Sorte ist etwas Besonderes. Sie stammt wahrscheinlich aus Burgund. In Deutschland wurde sie 1991 zugelassen. Das Aroma erinnert ein wenig an Melonen, an exotische Früchte oder auch überreife Stachelbeeren. Diese Weine sind meist als Spätlese erhältlich, haben einen kräftigen und nachhaltigen Geschmack.

Riesling: Diese Weine sind sehr beliebt. Es gibt sie in unterschiedlichsten Qualitätsstufen. Bei dieser Rebsorte dominiert der Geschmack nach Pfirsich, oder Apfel. Eine hohe Säure wird durch eine dezente Süße ausbalanciert. Auch edelsüße Beerenauslesen und Eisweine werden daraus gewonnen.

Einige rote Rebsorten

Spätburgunder: Diese Traube wird als trockener Rotwein genossen. Trauben, die sofort nach der Lese gepresst werden, können auch zu einem „Banc de Noirs“ verarbeitet werden, das ist ein Weißwein, trotz dunkler Trauben. Der Wein schmeckt fruchtig und hat einen Hauch von Mandeln. Der leichtsüßliche Duft erinnert an Erdbeeren, oder auch Kirschen und Brombeeren. Bei hochwertigen Barriqueweinen verspürt der Weinkenner einen leichten Vanille-Zimt- Geschmack.

Dornfelder: Die Sorte wird gerne angebaut, da es sich um eine robuste und nicht sehr anfällige Rebsorte handelt. Der Ertrag ist überwiegend hoch. Der Rotwein ist meist trocken, manchmal halbtrocken. Der Wein hat entweder ein intensives Fruchtaroma, oder es handelt sich um gehaltvolle und harmonische Weine, bei denen das Fruchtaroma zurückgenommen wurde und bei denen mehr die Gerbstoffe und die Struktur betont werden.

Portugieser: Diese Sorte gibt es in Deutschland seit dem 19. Jahrhundert. Er ist das, was man einen „guten Schoppen“ nennt. Angenehm, vollmundig, süffig und frisch. Es gibt Anklänge unterschiedlicher Beeren, von roter Johannisbeere bis hin zur Erdbeere, manchmal auch Sauerkirsche, oder der Weintrinker schmeckt sogar einen Pfefferton heraus.

Bei dieser reichen Auswahl ist sicherlich für jeden Weintrinker der richtige Wein dabei!

 

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