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Stullen-Zeit

Comeback des Jahres“ titelte jüngst ein Berliner Boulevardblatt. Gemeint war die Rückkehr der guten alten Stulle, die irgendwann Ende der 1970er den Baguettes, Paninis und Co. weichen musste und nun tatsächlich eine Renaissance erlebt – möglicherweise, weil viele des italienischen Weißmehlgebäcks und der damit verbundenen Kohlenhydratorgien überdrüssig wurden, möglicherweise aber auch, weil ein paar kulinarisch kreative neue Ideen und entsprechende Angebote machten, jenseits der Schnell-Sattmacher, belegt mit müder Salami und welkem Rucola.

„Überhaupt dieser Rucola“, ereifert sich die Stullenmacherin und fragt: „Gibt es denn keine anderen Kräuter oder Salate mehr?“

Die 38-jährige diplomierte Architektin – „der Beruf hat mich nicht glücklich gemacht“ – eröffnete im März 2011 ihre Stullenwerkstatt, das erste von inzwischen drei ähnlichen Unternehmungen in Prenzlauer Berg. Ihr Angebot: Klappstullen und doppelte Klappstullen.

Die Brote holt Katharina Kirfel vom Kiezbäcker nebenan, die Aufstriche stellt sie selbst her: Tomaten-Steinpilz- oder Rote Zwiebel-Apfelcreme. Ziegengouda verfeinert sie mit hausgemachtem Johannisbeergelee, Backsteinkäse mit Bauernbirne, Zitronenthymian –Butter gilt als die beste Kräuterbutter weit und breit.

„Ich verarbeite Lebensmittel aus der Region ohne Tamtam“, bringt sie ihr Credo auf den Punkt. Und weil die Gäste ihre Leidenschaft dabei spüren, bestellen sie für Familien- und Firmenfeiern zunehmend Kirfels Catering. Motto: Stulle statt Canapes.

 

Die Stullenmacherin

Prenzlauer Allee 218
10405 Berlin-Prenzlauer Berg

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