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Geflügel und Eier vom Bio-Hof

Auf dem Ökomarkt am Kollwitzplatz in Prenzlauer Berg gehört Rebotzke seit Jahren zu den festen Größen. „In der ganzen Zeit war ich höchstens 2 mal nicht da“, sagt er.  „Entweder, weil das Wetter es unmöglich gemacht hat oder weil die ganze Familie  Grippe hatte. Das honorieren seine Kunden, noch mehr allerdings schätzen sie die Qualität des Geflügels, das Rebotzke auf den Markt bringt.
Ihr Bio-Hof in Hohenbrück am Rande des Spreewaldes gehört zu den wenigen Betrieben in Brandenburg, die sich auf Geflügel und Eier spezialisiert haben, aber dieses Geschäft nicht als Massenproduktion betreiben. Denn auch in der Biobranche gilt: Der Markt lässt nur eine schmale Nische zwischen einer überschaubaren Hühnerschar und automatisierter Stallanlagen mit tausenden Tieren zu.Legehennen und Masthühner in Hohenbrück werden in Gruppen von jeweils 500 Tieren gehalten.

Im Jahresdurchschnitt hat der Betrieb 2.000 Legehennen und mästet bis zu 4.000 Masthühner. Hinzu kommen 600 Gänse für die Weihnachtszeit. Die Tiere sind in einfachen Ställen untergebracht, in denen noch viel Handarbeit für die tägliche Versorgung notwendig ist. Zu jedem Stall gehören mehrere Ausläufe, die im Wechsel betreiben werden, damit sich der Boden erholen kann. Die Tiere kommen ohne Medikamente aus, das Futter wird zum größten Teil auf den zum Hof gehörenden Feldern angebaut.
Senior Willi Paetsch, der sich mit seinen 82 Jahren noch der Aufzucht der Mastküken widmet, hat dieses Modell entwickelt. Willi Paetsch ist ein idealistischer Biobauer alter Schule, der an den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft festhält. Angefangen mit der Hühnerhaltung hat er in DDR der 1950er Jahre, um sein Einkommen als Förster aufzubessern.

Geführt wird der Betrieb heute von seiner Tochter und ihrem Mann, dem Ehepaar Rebotzke. Platz für Ideen des Schwiegersohnes ist vorhanden: Weil die Kunden nach Teilstücken verlangen, hat der ausgebildete Koch auf dem Hof eine Gewerbeküche eingerichtet, in der nun Salate und Geflügelwurst hergestellt werden.

Die Qualität der Mastrassen lebt von der konsequenten Freilandhaltung und der langen Mastdauer. Ab einem Alter von 80 Tagen wird wöchentlich jeweils ein Teil der Herde auf dem Hof geschlachtet und auf zwei Berliner Wochenmärkten verkauft. Je nach Bestand und Nachfrage verlängert sich die Mast auf bis zu 150 Tage. Die Weihnachts-Gänse werden ab November wöchentlich mit einem Mindestalter von 140 Tagen geschlachtet. Die Legehennen legen Bio-Eier, die ihren Namen verdienen.

 

Ökomärkte:

Samstag in Dahlem und Donnerstag am Kollwitzplatz

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