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Bei der Einrichtung einer Wohnung ist die Küche oft ein entscheidender Kostenfaktor. Gerade Küchen renommierter Hersteller sind teuer und verschlingen...

Kosten sparen mit Gebrauchtküchen

Bei der Einrichtung einer Wohnung ist die Küche oft ein entscheidender Kostenfaktor. Gerade Küchen renommierter Hersteller sind teuer und verschlingen in der Anschaffung mehrere Tausend oder gar mehrere Zehntausend Euro. Wer das Geld nicht hat oder lieber für anderes ausgeben möchte, ist mit einer gebrauchten Küche gut beraten. Dabei kann der finanzielle Rahmen weit enger gesteckt werden, und das Ergebnis ist nicht zwangsläufig schlechter.
Wichtig ist jedoch, nicht einfach alles zu kaufen, nur weil der Preis im ersten Moment als unschlagbar gilt. Gut und günstig will erst einmal gefunden werden. Beachtet man ein paar Punkte, die es bei der Anschaffung einer gebrauchten Küche zu beachten gibt, ist man jedoch auf der sicheren Seite.

Die Küche aufgestellt begutachten
Ideal für den Käufer ist es, wenn die gebrauchte Küche in aufgestelltem Zustand besichtigt werden kann. So besteht die Möglichkeit, alles auf Herz und Nieren zu prüfen. Die Gefahr, später böse Überraschungen zu erleben, ist damit weit geringer. Das betrifft sowohl die Funktionalität, als auch grobe optische Mängel.

Hygiene ist in der Küche das A und O
Jede gebrauchte Küche sollte auf Sauberkeit überprüft werden. Weder in Fugen noch im Backofen, Kühlschrank oder Schränken dürfen sich Speisereste oder andere Verschmutzungen befinden. Nur so hat der Käufer die Gewähr, ein hygienisch unbedenkliches Produkt zu erwerben. Wurde die Reinigung über Jahre vernachlässigt, läuft auch die gründlichste „Generalrenovierung“ ins Leere. Wer allerdings von einem neuwertigen Zustand ausgeht, übertreibt in die andere Richtung. Entspricht das gewünschte Modell den Vorstellungen, ist die anschließende Pflege der Küche besonders wichtig. Mit der richtigen Behandlung, hält man auch die bereits Gebrauchte noch einige Zeit in Topzustand.

Küchenschränke auf Funktionstüchtigkeit überprüfen
Das Mobiliar einer gebrauchten Küche sollte einwandfrei funktionieren, damit der Käufer nicht nach kurzer Zeit in teure Reparaturen investieren muss. Die Griffe der Schränke dürfen nicht wackeln und die Türen sollten einwandfrei schließen. Es ist darauf zu achten, dass sich alle Schubladen leichtgängig öffnen und schließen lassen und gegen Herausfallen gesichert sind.

Elektrogeräte untersuchen
Auch die Elektrogeräte der gebrauchten Küche müssen intakt sein. Natürlich gibt es nach einigen Jahren Abstriche in der Energieeffizienz, die generelle Funktion sollte jedoch gewährleistet sein. So erreichen zum Beispiel viele Backöfen die eingestellte Temperatur nicht mehr. Ob das Problem besteht, lässt sich vor dem Kauf mit einem Backofenthermometer überprüfen, das preisgünstig in Haushaltswarengeschäften zu bekommen ist. Gibt es Abweichungen, kann über einen Preisnachlass verhandelt werden. Hat der Backofen eine integrierte Mikrowelle, kann mit kaltem Wasser überprüft werden, ob die Mikrowelle einwandfrei funktioniert. Eine gute Mikrowelle bringt eine Tasse mit Wasser in wenigen Minuten zum Kochen. Es sollte auch nicht versäumt werden, die Türdichtungen zu kontrollieren. Sie müssen gut schließen, damit keine Mikrowellen- oder Heizstrahlung nach außen dringen kann.
Der Kühlschrank sollte eine ausreichende Kühlleistung besitzen, die ebenfalls mit einem Thermometer überprüft werden kann. Er darf nicht unangenehm riechen und muss frei von Essensrückständen sein. Auch beim Geschirrspüler ist ein möglichst niedriger Geräuschpegel ein Kriterium. Leises Arbeiten ist im Alltag meist wichtiger als eine Vielzahl selten genutzter Programme.
Wenn dann noch alle Herdplatten funktionieren, steht dem Kauf der Gebrauchtküche eigentlich nichts mehr im Wege. Eventuell lohnt eine rasche Kalkulation der zu erwartenden Stromkosten, denn gerade ältere Kühlschränke und Backöfen verbrauchen oft viel Energie. Die Herstellerangaben, die an den Geräten angebracht sind, geben Aufschluss darüber.

Auf Garantie achten
Optimal ist es, wenn – je nach Alter der Gebrauchtküche – für die Elektrogeräte noch eine Herstellergarantie besteht. Dann kann der Kunde bei später bemerkten Mängeln den Hersteller in die Pflicht nehmen und das Elektrogerät kostenfrei reparieren lassen. Der Käufer sollte allerdings überprüfen, ob die Herstellergarantie bei einer Weitergabe der Küche nicht ihre Gültigkeit verliert.

Preise vergleichen
Dem Käufer von Gebrauchtküchen bietet das Internet eine hervorragende Möglichkeit, Preise zu vergleichen. Ähnliche Küchen werden in ganz Deutschland und im Ausland angeboten. Für die Verkaufsverhandlungen kann es hilfreich sein, Vergleichsangebote einzuholen. In jedem Fall sollte der Käufer eine Grundkenntnis über das Preisniveau besitzen, um sich später nicht über eine zu hohe Zahlung zu ärgern.

Bevor der Kaufvertrag endgültig unterzeichnet wird, sollte der Kunde in der aufgebauten Gebrauchtküche „probe-arbeiten“. Meist genügt es schon, eine Karotte zu schneiden, um festzustellen, ob die Arbeitshöhe der Küche der eigenen Körpergröße entspricht.

Die sichere Variante
Käufer, die auf Nummer sicher gehen wollen, haben die Möglichkeit, in Möbelhäusern nach Ausstellungsküchen zu fragen. Diese werden meist nur wenig genutzt und sind häufig deutlich günstiger als klassische Neuküchen. Der Kunde hat hier den Vorteil, eine professionelle Beratung zu bekommen und kann sich zudem auf die Gewährleistungspflicht des Händlers verlassen.

 

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Die Autorin ist seit 10 Jahren im Auftrag für gutes Essen und Trinken unterwegs.