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Koreanisch essen in Berlin

Die internationale Tourismusmesse Berlin 2014. Annäherung an ein sehr fernes und fremdes Land. „Be inspired“, heißt es am Stand der Republik Südkorea. Hanni Hong, eine junge Koreanerin, begrüßt in fließendem Deutsch. Wir haben uns vorbereitet und antworten in ihrer Muttersprache: „Annyeong haseyo!“ Da muss selbst der ernste Meister Byong Oh lächeln. Er tuscht den Tietel unseres geplanten Berichtes auf traditionelles Hanji-Papier. Dazu gibt es von Hanni Hong Informationen über Land und Leute im Allgemeinen und die koreanische Küche im Besonderen. „Besuchen Sie uns bald“, sagt die freundliche Koreanerin zum Schluss. Das ist eine Überlegung wert. kora

Eine Reise nach Korea ist nicht gerade ein Schnäppchen. Aktuell bietet beispielsweise die Berliner Geoplan Touristik (www.geoplan-reisen.de) eine 19-tägige Privatreise nach Südkorea via Peking und Pjöngjang an, Preis 5.970 Euro pro Person, Flug inklusive.
Dafür kann man zwar locker fünf Mal Urlaub auf Mallorca machen, aber was ist Malle schon gegen Seoul, Busan oder Jeonju. Tatsächlich bietet Korea, das „Land der Morgenstille“, eine faszinierende Mischung aus Vergangenheit , Gegenwart und Zukunft. Schon wenn man nur einige Bilder gesehen hat, glaubt man gern, was Kenner Koreas immer wieder betonen: „Hier ist alles völlig andersals bei uns.“Beispiel Seoul, die Elf-Millionen-Metropole. Einerseits der Mut zur Hyper-Moderne, der immer neue Hochhausskulpturen entstehen lässt, andererseits die historischen Residenzen der Yi-Könige. Dort die aufgeregte Gegenwart, da die Stille der Vergangenheit. Und ein Lebensgefühl, das seine Basis in Gi, Heung und Jeong hat, den „Konzepten der koreanischen Identität“. Dabei bedeutet Gi Geist und Energie und verkörpert die koreanische Natur; Heung ist die Freude, Schwung und Vergnügen und steht für die koreanische Kultur; und Jeong fasst Wärme, Zuneigung und die Herzlichkeit, die so viele Korea-Besucher, die so viele Korea-Besucher berührt.
„Nichts wie hin“, empfiehlt Klaus A. Dietsch, Autor des kenntnisreichen Korea-Buches (siehe Spalte). Dem haben wir nichts hinzuzufügen.

73 Prozent der Deutschen essen gerne Italienisch, 58 gerne Griechisch. 54 Prozent haben einen Faible für die chinesische und 34 Prozent für die spanische Küche. In der Gunst folgen die französische mit 33 Prozent sowie die thailändische und türkische Küche mit jeweils 28 Prozent. Kein Wunder, dass einschlägige Restaurantführer zunehmend mehr ausländische Lokale verzeichnen. Die tip-Speisekarte Berlin 2014 beispielsweise führt unter der Rubrik „Abends“ rund 290 kulinarische Adressen, darunter aber lediglich 63, deren Küche die Tester in die Schublade „Deutsch“ packten. Multikulti also auch kulinarisch, von Armenisch und Äthiopisch bis Kreolisch und Koreanisch. Vor allem die koreanische Küche erlebte in den letzten Jahren auch in Berlin einen Hype, dessen Ursache wohl vor allem in der Neugier deutscher Gäste auf leichten Genuss und aromatische Harmonie liegt. „Koreanisches Essen gibt Energie“, heißt es. Und dabei meinen die Koreaner nicht nur die Stärkung des Körpers, sondern auch die Kraft für Geist und Seele. Also dann: Manh-i deuseyo! Guten Appetit!

 

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