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Pastawerk-frisch, italienisch, hausgemacht

Der Nudel kann man sich auf vielerlei Weise nähern. Die Römerin Myrta Palombi tut es mit künstlerischem Einfühlungsvermögen. Kein Wunder, die 44-Jährige ist im Hauptberuf schließlich Flötistin. Bei Melanie Fischer, 39, sind es eher handwerklich-kreative Momente – sie hat mal Tischlerin gelernt.

Myrta und Melanie sind nicht nur ein gutes Team, sie sind auch das Pastawerk. Gegründet haben sie ihre Manufaktur zum Weltnudeltag 2012 – Motto: frisch, italienisch, hausgemacht. Seitdem kümmert sich Myrta um den Einkauf beispielsweise von Hartweizen, Tomaten, Trüffeln und anderen Zutaten in Italien, die Melanie dann mit Hilfe einiger Maschinen, aber vorwiegend in Handarbeit, zu Pasta fresca verarbeitet, Nudeln, die ihren italienischen Schwestern mehr als nur das Wasser reichen können.

Ihre Visitenkarten, die ein bisschen so aussehen, als hätte der russische Avantgardekünstler El Lissitzky sie erstellt, legen die Vermutung nahe, dass es Melanie Fischer und Myrta Palombi noch um ein bisschen mehr geht. Oder sind die Karten nur eine Äußerlichkeit ohne Bedeutung? Sind es nicht. Das merkt man, wenn die beiden Frauen über ihre Profession sprechen.

Ja, der Laden sollte unbedingt hier sein, in dieser Schöneberger Sackgasse, fernab der seelenlosen Glitzermitte. Nein, Gries und andere Grundstoffe kaufen sie ausschließlich bei kleinen und ganz kleinen Betrieben. Ja, Erfolg ist zuerst ein gutes Gefühl und dann das Geld in der Kasse.

Ihr Pastawerk jedenfalls gilt im Kiez nicht nur als Einkaufsstätte, sondern auch als Kommunikationsort. Man spricht über Nudeln und die Welt, manchmal mehr über die Welt, manchmal mehr über Nudeln.
Melanie Fischer fertigt die Pastawerk-Teigwaren so, wie sie es bei zwei alten Damen in einem winzigen Abruzzen-Dorf monatelang gelernt hat – auf einer Marmorplatte, mit Ei oder ohne Ei, aus Hartweizen-, Buchweizen- oder Dinkelmehl und vor allem – mit Liebe.

Geschnitten werden die Teigblätter erst auf Kundenwunsch in verschiedene Breiten: Papardelle, Tagliatelle, Spaghetti. „Traditionell gibt es drei Sorten Ravioli“, sagt Melanie Fischer.

Natürlich kommen die Füllungen nicht aus der Dose, sondern sind aus marktfrischen Zutaten und mit handwerklichem Können zubereitete Spezialitäten. Und damit auch so etwas wie ein Gegenmittel zur industriellen Massenfertigung und der Anonymität ihrer Produkte. Man könnte auch sagen: Pastawerk, das hat Biss.

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Pastawerk

Bülowstraße 50
10783 Berlin
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Die Autorin ist seit 10 Jahren im Auftrag für gutes Essen und Trinken unterwegs.

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