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Nudelmanufaktur Pasta e Piú

Die bis zum Boden reichenden Schaufenster des Hauses Alvensleben- / Ecke Steinmetzstraße sind von innen sorgfältig verklebt. Lediglich ein Schild gibt Auskunft, was hinter ihnen geschieht: Pasta e Piú – Pasta und mehr, eine Nudelfabrikation also. Man hätte hier auch einen kleinen Verkauf aufziehen können, aber, ich vermute, wer in dieser Gegend Schönebergs wohnt, kauft seine Teigwaren lieber beim Discounter. Spaghetti, 500 Gramm, für 69 Cent zum Beispiel. Das ist für Pasta e Piú kein Thema. Die gleiche Menge Spaghetti aus der Manufaktur kostet 4,50 Euro.

Die Nudeln gibt es ausschließlich frisch und nur aus HartweizengrießNudelmanufaktur Pasta e Piu 2 und Wasser hergestellt auf einigen Berliner Wochenmärkten: freitags am Kreuzberger Maybachufer, samstags auf dem Arnswalder Platz in Prenzlauer Berg, dem Boxhagener Platz in Friedrichshain, dem Hackeschen Markt in Mitte und seit einiger Zeit auch in der Markthalle Neun, hier am Freitag und am Samstag. Dazu verkaufen die Pasta-e-Piú-Mitarbeiter Ravioli mit saisonalen Gemüsefüllungen, Spinat-Ricotta oder Steinpilz-Kartoffel zum Beispiel, verschiedene Gnocchi und zwei hausgemachte Pesto-Saucen.
Mohammad Reza Mohammadi, 53, kam vor 27 Jahren aus dem Iran nach Deutschland. Der gelernte Gastronom arbeitete in Braunschweig und Hannover in italienischenNudelmanufaktur Pasta e Piu042 Restaurants, lernte dort die Pastaherstellung und alles, was man über die kurzen oder langen, dicken oder dünnen, geriffelten oder glatten Gaumenfreuden sonst noch wissen muss. 2000 kam er nach Berlin und begann, mit seiner Frau Mitra Bahramsari, die ebenfalls aus dem Iran stammt und Sozialwissenschaften studiert hat, auf dem Hackeschen Markt in Mitte italienische Nudeln zu verkaufen.

Vier Jahre später gründeten die beiden ihre eigene Manufaktur, mieteten die Räume in der Schöneberger Alvenslebenstraße, schafften Maschinen an und begannen, ihre eigenen Nudeln herzustellen. „Die Glücksbringer haben uns tatsächlich Glück gebracht“, sagt Mitra heute.
Dahinter steckt natürlich viel Arbeit und eine kluge Marktbeobachtung. „Als wir bemerkten, dass die Kunden immer häufiger nach glutenfreien oder veganen Sorten fragten, haben wir uns schnell darauf eingestellt“, erklärt Mitra Bahramsari. Die Kunden dankten es ihnen, viele kommen nur wegen dieses Angebotes auch von weiter her zu den Wochenmärkten, auf denen die Pasta-e-Più-Verkaufswagen stehen.
Übrigens: Genau an jenem Tag, an dem wir in der Schöneberger Nudelmanufaktur zu Gast waren, musste der Chef mit Erkältung zu Hause bleiben. Das ist der einzige Grund dafür, dass es von Mohammad Reza Mohammadi kein Foto gibt.

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Pasta e Piú
Alvenslebenstraße 7
10783 Berlin

www.pasta-e-piu.de

About Redaktion

Die Autorin ist seit 10 Jahren im Auftrag für gutes Essen und Trinken unterwegs.

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