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Benjamin Rüdiger und der Stör aus Rottstock

Benjamin Rüdiger, der junge Inhaber und Küchenchef des im August 2014 eröffneten Restaurants Lansk in der Wilmersdorfer Meierottostraße, gibt Gas.

Noch immer in der Berliner Spitzengastronomie eher die Ausnahme. Denn in der Regel, servierte er bereits mittags Kalbstafelspitz mit Fenchelgemüse. Lachsforelle mit Bärlauchgraupen oder Wiener Schnitzel mit Bratkartoffeln.

Abends kommt eine an regionalen Produkten ausgerichtete Küche auf die Teller. Rüdigers Geheimnis: kein spartanisches, von ungewürztem Brot zur Geschmacksneutralisierung begleitetes Verkostungsritual. Sondern eher was in der Kategorie wahrer Genuss.

Matjes aus Glückstadt zum Beispiel gibt es als Tatar mit Pumpernickelcreme, Gurkengelee, Apfle-Gurken-Vinagrette und Schmorgurkeneis. Büffelmozzarella aus Kremmen mit Senferdbeeren und Estragon. Störfilets aus Rottstock mit Erbsencrene, roten Zwiebeln und Speckschaum.

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Produzenten Rottstocker Forellenhof bei Potsdam.

„Das ist noch keine Kochkunst, aber es schmeckt“, sagt der Gault Millau. Besser als Kochkunst, die nicht schmeckt, sagen wir. Bejamin Rüdiger ist einer der jüngeren Küchenchefs, die mit Franz Raneburger, Horst Petermann, Johannes King und Harald Wohlfaht klassische Lehrmeister hatte.

Und damit auf einem festeren Fundament stehen als manche Jung-Köche, die auf ihren Tellern lediglich billige Imitate der nordischen Trendküche hinterlassen.

Und natürlich pflegt auch Rüdiger seine Lieferanten. Die Jäger auf der ostfriesischen Insel Spiekeroog zum Beispiel. Die ihm Wildfasane und Wildhasen schicken oder die Fischzüchter vom Forellenhof Rottstock im Hohen Fläming, von denen er Saibling, Stör & Co. bezieht.

Restaurant Lansk

Meierottostraße 1 
10719 Berlin
Tel.: 030 / 88 70 88 60

About Redaktion

Die Autorin ist seit 10 Jahren im Auftrag für gutes Essen und Trinken unterwegs.

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