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Fischbrötchen war gestern – 1. Festival BURMÉ

Großer Erfolg des beim 1. Festival BURMÉ

Was den Tourismus betrifft, hat Mecklenburg – Vorpommern seine Hausaufgaben gemacht. 30,3 Millionen Übernachtungen registrierten die Statistiker im vorigen Jahr, Tendenz steigend. Damit sichert der Wirtschaftszweig 130.000 Arbeitsplätze und verbucht einen jährlichen Bruttoumsatz von über vier Milliarden Euro. Dass daran auch die Gastronomie zwischen Ostseeküste und Feldberger Seenlandschaft einen großen Anteil hat, steht außer Frage.

Während eines Branchentreffs in Penzlin, einem 4.000-Einwohner-Städtchen in der Nähe von Neubrandenburg, zeigten die Spitzenköche des Landes, was sie kulinarisch so auf der Pfanne haben – von Aalragout bis Kürbispudding.

 

Penzlin, 4.250 Einwohner, liegt im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, am Rande des Müritz-Nationalparks, von Berlin knapp anderthalb Autostunden entfernt. Einige Bekanntheit erlangte das Städtchen durch seinen musealen Hexenkeller und eine Ausstellung zur Geschichte der mittelalterlichen Hexenverfolgung in Mecklenburg sowie vielleicht noch durch den Aufklärungs-Dichter und Homer-Übersetzer Johann Heinrich Voß (1751-1826), der hier aufwuchs. Inzwischen ist Penzlin aber auch auf bestem Weg nicht nur mit seiner Historie, sondern auch kulinarisch zu punkten, zumindest einmal im Jahr. Grund zu dieser Annahme ist das Festival BURMÉ, das im September auf der Anfang der 1990er sanierten Burg Penzlin Premiere hatte. Der Veranstalter, die ortsansässigen Dienstleistungsgesellschaft für Lebensmitteltechnologie und Ernährung, schaffte das, was nur wenige für möglich hielten: Holger und Julia Gniffke holten alle Herdarbeiter Mecklenburg-Vorpommerns von Rang am dritten Septembersonntag 2017 nach Penzlin.

 

18 Spitzencuisiniers folgten der Einladung, darunter die Sterneköche Björn Kapelke (Gutshaus Stolpe, Stolpe), André Münch ( Der Butt, Rostock-Warnemünde), Pierre Nippkow (Ostseelounge, Dierhagen), Daniel Schmidthaler (Alte Schule, Fürstenhagen), Tom Wickboldt (The O´room by Tom Wickboldt, Heringsdorf), Raik Zeigner (Ich weiß ein Haus am See, Krakow am See) sowie die Altmeister Andreas Mahr und Michael Laumen.

Mahr und Laumen gehören zu den Pionieren der feinen Küche in der Region. 1998, als sich zwischen Ostsee und Müritz noch kein Mensch dafür interessierte, gründeten sie mit ein paar Kollegen den „Verband der qualitätsorientierten Küchenchefs Mecklenburg-Vorpommerns“ und sagten den übergarten Meeresfrüchten, mächtigen Saucen und Sauerfleischorgien den Kampf an. Michael Laumen wurde dann auch als erster Koch im Bundesland mit einem Michelin-Stern geehrt. Damit war ein Prozess eingeläutet, der das Land an die kulinarische Spitze in den neuen Bundesländern führte. Acht Michelin-Sterne und 22 Gault-Millau-Notierungen zählt Mecklenburg-Vorpommern heute. Die Gastronomie ist ein Motor der touristischen Entwicklung geworden – nicht zuletzt das Penzliner-Festival BURMÉ liefert dafür einen Beweis.

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