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Süßes Trio – Koni Tonitz

„Man sieht sich immer zweimal im Leben…“ – meist soll der Allerweltsspruch als Drohung verstanden werden – „… dann zahle ich´s dir heim.“

Das hatte Kornelia Tonitz, damals hieß sie noch Wandelt, mit Sicherheit nicht im Sinn, als sie ihn vor einer gefühlten Ewigkeit gebrauchte, um sich von mir zu verabschieden.

„Natürlich erinnere ich mich“ grinst sie heute, „das war Ende Dezember 2001, an meinem letzten Tag im Facil.“

Kornelia Tonitz ist Berlinerin, wuchs in Friedrichshain auf und ließ sich bei Mövenpick zur Konditorin ausbilden.

Mit dem Gesellenbrief in der Tasche, bewarb sie sich bei Johannes King, wurde Pâtissière in dessen Grand Slam im Grunewald und merkte schnell, dass die Welt der feinen Douceurs ihre Welt ist.

Sie brillierte mit federleichten, filigranen Kunstwerken, kein Wunder, dass sich nach Kings Entscheidung, Berlin in Richtung Sylt zu verlassen, die halbe Stadt um die junge Frau riss.

Sie heuerte als Chefpâtissière bei Kolja Kleeberg im VAU an, zog dann weiter zu René Conrad ins Facil und folgte schließlich ihrem damaligen Freund nach Salzburg. Im Bio-Wirtshaus „Hirschenwirt“ übernahm sie zur Pâtisserie auch den Posten der Souschefin, servierte sowohl Mozart-Knödel als auch Beiriedschnitten, das volle Programm, sechs Jahre lang.

 

 

Dabei blieb die Liebe irgendwie auf der Strecke, sie aber noch weitere sieben Jahre lang in Salzburg – als Restaurantleiterin eines schwedischen Möbelhauses.

Als Kornelia Tonitz 2014 nach Berlin zurückkehrte, brachte sie einen neuen Mann mit, wieder einen Österreicher, diesmal aber aus Kärnten und den Wunsch, sich selbstständig zu machen.

Im Jahr darauf ging sie an den Start: Koni Tonitz, Torten-Designerin.

Internetauftritt, Facebook- und Instagram-Account.

Die Bilder zeigen makellose Kompositionen aus fragilen Teigböden, luftigen Cremes und abgefahrenen Dekorationen.

Torten à la Tonitz eben.

 

 

Der Franzose Pierre Hermé, ein ebenso berühmter wie exaltierter Pâtisserie-Star, wurde einmal nach dem Verhältnis von Improvisation und Präzision in seinem Metier gefragt.

„Improvisation“, soll er geantwortet haben, „à aucun prix“, um keinen Preis. Das unterschreibt auch Kornelia Tonitz.

„Akkuratesse ist das A und O der Konditorei“, sagt sie und nennt „Sorgfalt beim Abwiegen, Exaktheit beim Abmessen und Genauigkeit bei den Temperaturen“ als Grundvoraussetzungen ihres Handwerks.

Künstliche Aromastoffe, aus Fertigpulver angerührte Puddingcremes und „ähnliches Zeugs“ sind ihr ein Graus.

Sie verwendet wenig Zucker und wenig Alkohol, am besten beides nur als wohldosiertes Mittel zum Zweck.

Eine Ansicht, die Kornelia Tonitz übrigens mit vielen Konditoren und Pâtissiers ihrer Generation teilt.

Und mit der sie vor allem bei ihren jüngeren Kunden offene Ohren findet. Rund 300 Torten kreiert die Torten-Designerin im Jahr.

300 Einzelstücke. 300 Meisterstücke. Doch sie kann nicht nur „gut“, sondern auch „gut und schnell“ – etwa, wenn der Concierge eines Hotels sie bittet, so rasch es nur möglich ist, eine Geburtstagstorte für einen Gast zu backen.

Himbeeren seien dessen Lieblingsfrüchte, aber bitte ohne Gelee, dafür vielleicht mit Schokomousse…

 

 

Koni Tonitz Tortendesign

Gubener Straße 3a

10243 Berlin-Friedrichshain

Tel. 0176 —45 68 11 22

www.tortendesignerin.com

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