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Cooking Lounge – die Tortenlandschaft

Wie im Schlaraffenland

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Die eigentliche Hausherrin im Schöneberger Co-Working Space ist Sara Gretzer, 46-jährige Inhaberin und Geschäftsführerin der Gretzer Cooking Lounge, die allerdings mehr eine Baking Lounge ist.

„Just bake“, sagte sich die gelernte Krankenschwester vor nun­mehr elf Jahren, machte ihr Hobby zum neuen Beruf, gründete eine eigene Firma und beschäftigt inzwischen sieben Mitarbeiter. An der Spitze Sophie Aschenborn, 33-jährige Berlinerin und Konditormeisterin.

„Wir beliefern Cafés, Bistros, Restaurants und andere Gastronomien, die weder das Personal noch das Know-how oder die technischen Möglichkeiten dafür haben, mit feinen Backwaren“, beschreibt Sara Gretzer den Gegenstand ihres Geschäfts. Dabei geht es weniger um schwere Fett- und Kohlenhydratebomben – mit Sicherheit könnte die Gretzer-Crew auch das – sondern um kleine Köstlichkeiten aus lockeren Teigen, leichten Cremes und frischen Früchten, zucker­reduziert und in vielen Fällen glutenfrei oder vegan. Meister Bernhard Lamprecht, einst der liebe Gott der Konditorenzunft, veröffentlichte 1950 ein Buch, das für viele Konditorgenerationen zum Standardwerk wurde: „Das Gebot der Leckerheit“. Darin proklamierte er die Einheit von Materialschönheit, Materialeinheit und Material­gebundenheit. Ob Sara Gretzer und Sophie Aschenborn Lamprechts Konditoren-Bibel kennen, wissen wir nicht. Dass sie nach deren Grund­sätzen arbeiten, sieht man jedoch.

Da gibt es Aprikosen-Lavendel-Tartes, Blaubeer-Tartes, Himbeer-Pekannuss-Tartes, Brownies und Cookies, Banana-Loaf und Lemon-Loaf, Carrot Cake und New-York-Cheesecake, Apfel-Keks-Torte und Erdbeer-Mascarpone-Torte, Gugelhupf und Zupfliesel und ein gutes Dutzend weiterer Konditor-Kreationen …

„Natürlich ist dieses Angebot nicht für alle Ewigkeit festgezurrt“, so Konditormeisterin Sophie Aschenborn, „wir entwickeln regelmäßig auch neue Offerten, derzeit beispielsweise einen versunkenen Apfel-und einen ebensolchen Kirschkuchen.“

Und dann zeigt uns die Meisterin, die ihr Handwerk übrigens in der Berliner Traditionskonditorei Rabien gelernt hat, noch ihren – wie sie es nennt – „Absolut-Klassiker“. Kalter Hund! Die Kalorienbombe der Nachkriegszeit! So recht glauben können wir die Renaissance des Oma-Backwerks aus Keks, Kokosfett, Kakao und Zucker nicht, aber Sophie Aschenborn betont: „Nachdem der Klassiker fast in Vergessen­heit geraten war, läuft er jetzt in vielen Berliner Cafés wie geschmiert.“ Tatsächlich, elf (!) der kastenförmigen Exemplare muss Sara Gretzer heute noch ausliefern.

Gretzer Cooking Lounge
Bessemerstraße 16
12103 Berlin-Schöneberg
Tel. 0178 – 663 42 81
www.cookinglounge-berlin.de

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