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Das Piemont und seine Weine

Sie lieben Weine und gute Speisen? Ihr Herz schlägt für einzigartige Landschaften, Individualtourismus und Dolce Vita? Dann sind Sie im Piemont genau richtig! Erkunden Sie die bezaubernde Region im Nordwesten Italiens, streifen Sie am Fuße der großen Berge gemütlich durch malerische Weinhänge und eindrucksvolle Nussplantagen, kehren Sie in kleinen Gastwirtschaften ein und lassen Sie sich von der einheimischen Ess- und Lebenskultur mitreißen. Das Piemont zieht jedes Jahr wieder Weinliebhaber und Gourmets in seinen Bann, bietet aber auch Radlern, Reitern, Golfern und Kulturfans attraktive Ziele und einzigartige Touren.

Drei Weinregionen im Wettstreit

Seil

Es gibt nicht den Wein des Piemonts. Zwar ist eine Traube – die Nebbiolo – im Piemont vorherrschend, doch wird je nach Region ein anderer Wein daraus gewonnen. Die Regionen Langhe, Roero und Monteferrat sind auch bekannt für ihre wunderschönen Weinzonen im Piemont.

 

In der Langhe

fügen sich Schlösser und Burgen harmonisch in die Weinberge ein. Die Winzer sind auf den Barolo und den Barbaresco spezialisiert, zwei ausdrucksvolle, tanninstarke Rotweine. Traditionelle Keltermethoden und moderne Weinkreationen bestimmen nebeneinander den Markt. Auf den Familienweingütern werden bewährte Verfahren über Generationen weitergegeben und von den jungen Winzern verfeinert. So entstehen Weine, die auch auf dem internationalen Markt höchste Auszeichnungen erhalten und Preise erzielen.

Im Roero

ist noch heute der Einfluss des Tanaro, des Grenzflusses zwischen dem Roero und der Langhe, zu spüren. Bizarre Felsstrukturen und kalkhaltige Sandböden bestimmen das Landschaftsbild. Die Weine der Nebbiolotraube sind hier leichter als die schweren Verwandten aus der Langhe. Der Roero, wie der Wein dieser gleichnamigen Region heißt, reift mindestens 20 Monate, bevor er seinen typischen fruchtigen Geruch und den harmonischen Geschmack mit einer dezenten Holznote entfalten kann.

Im Monteferrat

treffen heiße, trockene Sommer auf kalte Winter. Die sanfte Hügellandschaft vom Po bis zu den Ligurischen Apenninen bringt neben Trüffeln und Haselnüssen unter anderem auch Italiens bekanntesten Schaumwein – den Asti Spumante – hervor.

Frau trinkt Wein

Piemontesische Gourmetküche

Der Piemontesische Gastwirt ist vor allem eines: warmherzig, gastfreundlich und authentisch! Ob kleine Winzerstube im entlegenen Weinberg oder nobles Ristaurante in der Altstadt, im Piemont können Sie Küche und Gastlichkeit in vollen Zügen genießen.
In erster Linie werden frische Zutaten der Region verarbeitet. Die Gerichte lassen den bäuerlichen Ursprung erkennen, sind deftig und bodenständig, aber spiegeln auch den französischen Einfluss wider. Eine besondere Bedeutung kommt den bekannten weißen Trüffeln zu, die viele Gourmetspeisen verfeinern. Auch die Haselnüsse finden in vielen Rezepten Verwendung, von nussigen Salaten bis zu süßen Nachspeisen. Nur die hierzulande bekannte Piemontkirsche ist eher selten anzutreffen.

Ein typisches Essen im Piemont kann mehrere Stunden in Anspruch nehmen und umfasst mehrere Gänge mit unterschiedlichen Vorspeisen, Nudelvariationen, Fleischgerichten und Dessert. Bekannt und berühmt ist die Küche des Piemonts unter anderem für die deftigen Schmorgerichte mit unterschiedlichen Fleischsorten. Passend zu den einzelnen Gängen wird ein Hauswein gereicht, der oft erlesene Qualität hat. Zudem kommen Gäste besonders in kleinen Restaurants jenseits der Touristenzentren oft in den Genuss einer familiären Atmosphäre und erleben so das Piemont besonders hautnah.

Italiens Geheimtipp

Was ist das Besondere am Piemont und reizt Urlauber immer wieder aufs Neue zu einer Reise? Die Landschaft bezaubert in jeder Region mit anderen Reizen: schroffe, wilde Berge und Täler in den Südalpen, nebelverhangene Weinhänge in der Poebene, weite Reisfelder im Süden, malerische Burgen und Schlösser, gepflegte Golfplätze, idyllische Rad- und Reitwege mit sanften Auf- und Ab. Aber den ganz besonderen Reiz übt das Piemont durch seine Unberührtheit aus: unberührt vom Massentourismus, unberührt von zerstörerischer Kultivierung, unberührt von Schnelllebigkeit, Identitätsverlust und Profitsucht. Hier zählen noch Werte wie Herz, Tradition und behutsamer Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Wenn Sie diese liebenswerte Lebenskultur einmal selbst kennengelernt haben, wird es Sie immer wieder in das Land der Weine, Burgen, Schlösser, Trüffel und Haselnüsse ziehen.

About Redaktion

Die Autorin ist seit 10 Jahren im Auftrag für gutes Essen und Trinken unterwegs.

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