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Sticks n Sushi

japanisch – Sticks’n’Sushi

Sogar in Supermärkten bieten sie Sushi an. Die Röllchen mögen vielleicht hygienisch einwandfrei sein, aber geschmacklich sind sie eine Vollkatastrophe: staubig trocken oder pampig feucht der Reis, geschmacksfrei und totgekühlt der Fisch, und das Algenblättchen drumrum reißt´s dann auch nicht mehr raus. Nein, der übliche Ort für Sushi-Genuss ist die Sushi-Bar – mit all ihren Unzulänglichkeiten. Bar jeder Gemütlichkeit und bar jeden Platzkomforts. In eine Sushi-Bar geht man hinein, bestellt, isst, trinkt einen Schluck und verschwindet a tempo wieder.Sticks n Sushi

Im Ende Januar in der Potsdamer Straße eröffneten Sticks ´n´ Sushi werden all diese tief verinnerlichten Erfahrungen locker ad absurdum geführt. Das Ambiente ist auf den ersten Blick nüchtern, schlicht und funktional, schließlich war´s früher mal die Tagesspiegel-Druckerei. Es gibt Platz für über 100 Gäste auf zwei Etagen, man sitzt überall gut und bequem, und schließlich findet das Auge zwischen all dem stylischen Mobiliar dann doch noch ein seelentröstendes Bonsai-Bäumchen – hoffentlich überlebt´s. Das Konzept für Sticks ´n´ Sushi kommt aus Kopenhagen. Die Brüder Jens und Kim Rahbek Hansen, Dänen mit japanischen Wurzeln, und ihr Freund Thor Anderson gründeten 1994 die gleichnamige Unternehmung und eröffneten ein Restaurant, das sich auf Sushi und Yakitori-Sticks spezialisierte. Inzwischen gibt es elf Filialen in Kopenhagen und vier in London. Leitspruch: „Lang lebe die Wiederholung und ein Hurra für die Standardisierung. Nur nicht, wenn es um den Service geht. Der darf nie ein Produkt werden.“ Sticks n Sushi

 

Vor der offiziellen Eröffnung der ersten Sticks ´n´ Sushi-Filiale in Berlin gab es eine Reihe Testessen und einen Fragebogen für jeden Gast. Beispiele: „Als das Essen kam, dachte ich…/ Der Service war sehr…/ Wenn ich eine Sache wählen müsste, mit der ich nicht ganz glücklich war, dann war es…“ Nur wenige der durchaus kritischen Gäste hatten Verbesserungsvorschläge, am wenigsten in Bezug auf das Essen.

Die Appetitshappen – hier heißen sie Bites – sind frisch und fein; Avocado, gegrillt mit Ponzu etwa oder die Topinamburspalten, ebenfalls gegrillt, mit Miso-Aioli.

Maria

Übrigens: Volle Punktzahl auch für Maria Mørk 22-jährige Dänin aus Odense. Das war Service der Extraklasse.

Sowohl beim Sashimi als auch beim Sushi scheinen die großen „Vielfalt-Platten“ am geeignetsten, die außerordentliche Qualität der Grundprodukte und deren perfekte Zubereitung zu erkennen.
Chef der vielköpfigen Küchenbrigade ist übrigens Song Lee, ein alter Bekannter. Der 38-Jährige, vor ein paar Jahren Küchenchef im Dae Mon und danach mit my Gourmet selbstständig, hat auch seinen ehemaligen Sous Chef Dominik Bild mitgebracht, jetzt Chef am Grill und für die erstklassigen Yakitori-Spieße zuständig.

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Sticks’n’Sushi

Potsdamer Strasse 85
10785 Berlin
Telefon: 030 8878 9416

www.sticksnsushi.berlin

About Redaktion

Die Autorin ist seit 10 Jahren im Auftrag für gutes Essen und Trinken unterwegs.

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