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„Junge Wilde Award“ im Hotel Adlon

Diesjähriger Halbfinal-Schauplatz des internationalen Nachwuchskochwettbewerbs „Junge Wilde Award“ war das Berliner Hotel Adlon. Im Endspurt um den Titel als bester europäischer Juniorkoch trafen Werner Punz aus Krems (Relais&Chateau Kloster), Dennis Rother aus Dortmund (Manufaktur Culinado) und Thierry Boillat aus Witzwil (Ristorante Alcatraz) aufeinander, die sich bis hierhin gegen eine Rekord-Teilnehmerkonkurrenz von über 1.800 Mitbewerbern durchsetzen konnten.

Zur kulinarischen Beurteilung der Halbfinalisten hatte Wettbewerbsmacher Jürgen Pichler (MVMedien, Magazin Rolling Pin) ein hochkarätiges Jury-Team rekrutiert, das sich wie ein kleines Who-is-Who der Berliner Topkoch-Liga las: Mit Thomas Kammeier (Hugos), Marco Müller (Rutz Weinbar), Hendrik Otto (Lorenz Adlon), Christiano Rienzner (Maremoto), Matthias Diether (First Floor) und Danijel Kresovic (Restaurant 44) saßen zusammen hundert Gault-Millaut-Punkte und vier Guide-Michelin-Sterne in der Jury, was den Kandidaten eine extra Portion Ansporn gab, sich in Bestform am Herd zu zeigen.

And the winner is …?

Dementsprechend schwer fiel es den Berliner Geschmacks-Punkterichtern (unter Juryvorsitz von JungeWilde-Vater Stefan Marquardt), sich nach gut dreistündigem Probier-Prozedere für einen Sieger  zu entscheiden: Die Wahl fiel schließlich auf den Schweizer Thierry Boillat, dessen Handwerk die Juroren-Gaumen lzur höchsten Punktevergabe beflügelte. So konnte der 23-Jährige die Wettbewerbs-Auflage, mit vorgegebenen  Sponsorprodukten (Premium-Lamm von c+c pfeiffer, Aquakultur-Steinbutt von ServiceBund, Steirisches Kürbiskernöl g.g.A, Tomatenessig und Estragon von Wiberg) ein individuelles 3-Gang-Menü zu kreieren, am besten zu seinen Gunsten nutzen. Indem er dieses nicht nur geschmacklich überzeugend und optisch kunstvoll auf die Probierteller brachte, sondern auch in Kochpoesie zu verbalisieren wusste: „Gestrandeten Steinbutt“ mit Erdnussbutter und Sepia als Vorspeise, ein „Tannen Spagyrik“ aus geschmortem „Lammschlögel mit Rottannen-Cambium und Kartoffel-Hohlkugel“ als Hauptgang und als Dessert ein Sauerrahmeis mit Birne, Kalamansi-Frucht und Schokomousse, das den Titel „Vom Schokogebirge ins Birnental“ trug. Mit seiner siegreichen Geschmacksperformance zieht Thierry Boillat ins Endspiel des Junge Wilde-Awards 2011 ein und hat gute Aussichten auf den Hauptgewinn: Ein Elitepraktikum beim dänischen Weltstarkoch René Redzepi in dessen Restaurant „noma“.