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Selbständig als Hotelier: Was zu beachten ist

Wem der Traum vom eigenen Haus nicht genug ist, der muss eine Stufe höher ansetzen: beim eigenen Hotel. Im Gegensatz zur romantischen Vorstellung bedeutet das jedoch nicht nur große Investitionen, sondern setzt auch eine Menge Know-How voraus. Und zwar in allen Bereichen.

Immobilie als A und O

Am Anfang steht die Suche nach geeigneten Immobilien. Auf Portalen wie immowelt.de gibt es eine große Auswahl an Gewerbeimmobilien, diese muss jedoch auf Gebäude eingrenzt werden, die sich auch als Hotel eignen würden. Direkt damit einher geht die Standortplanung. Faktoren wie Infrastruktur, Sehenswürdigkeiten, öffentliche Verkehrsmittel und Konkurrenzsituation müssen dabei beachtet werden.

Wichtig: Auflagen beachten

Bis zur Eröffnung des Hotels und des hauseigenen Restaurants steht viel Arbeit an. Alleine bei der Immobiliensuche gibt es viel zu beachten, schließlich ist ein Hotel ganz anders aufgebaut als Wohn- oder Bürohäuser. Die Brandschutzvorschriften sind strenger, die Küche muss der Gesundheitsbehörde standhalten, außerdem muss unter Umständen die ganze Bausubstanz verändert werden, etwa um die vielen sanitären Einrichtungen zu ermöglichen. Wer in diesen Bereichen nicht bewandert ist, sollte sich professionell beraten lassen, da jeder Planungsfehler angesichts der Investitionssumme schwere Auswirkungen nach sich ziehen kann.


Finanzierung mit Business Plan angehen

Und dann geht es auch schon ums Geld. Bei Pachtgebäuden steht meistens eine gründliche Renovierung an, auch Umbauten sind praktisch immer notwendig. Wird eine freie Fläche neu bebaut, sind die Kosten noch höher. Die Personalkosten sind in beiden Fällen gleich hoch. An einem Kredit führt also kein Weg vorbei. Da die Hotelszene mittlerweile von großen Ketten dominiert wird, möchte die Bank Argumente sehen. Dazu gehört auch ein Business Plan für das Hotel. Je besser und detaillierter dieser ausformuliert ist, desto größer sind die Chancen auf Bewilligung. Vorausgesetzt natürlich, die Bank teilt die Meinung, dass ein Hotel an diesem Standort Perspektive hat.


Arbeitslast nicht unterschätzen

Hotelangestellte kennen die langen Arbeitszeiten in der Branche. Dasselbe gilt auch für Besitzer, bloß noch extremer. Gerade in den Anfangsjahren müssen Besitzer in jedem Bereich mithelfen, angefangen bei der Rezeption bis hin zur Instandhaltung. Organisatorische Dinge wie Einkauf und Finanzwesen kommen noch dazu, auch Wachstumsmaßnahmen wie Werbung und Marketing sind heutzutage wichtig. Dieser Punkt darf nicht unterschätzt werden. In familiengeführten Hotels kann der Beruf zur Belastung für alle werden, Beispiele gibt es genug. Die Entscheidung für ein eigenes Hotel sollte deswegen nicht im Alleingang getroffen werden, da es ein Beruf ist, der sich nicht einfach vom Privatleben trennen lässt.

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Die Autorin ist seit 10 Jahren im Auftrag für gutes Essen und Trinken unterwegs.